Diese 3 Fragen helfen beim Arztbesuch weiter

Wir kennen das alle: Wir gehen zum Arzt, sind wenig später wieder raus und auf einmal fallen uns die Fragen ein, die wir eigentlich stellen wollten. Und zu allem Überfluss ist vieles von dem, was gesagt wurde, schon wieder vergessen.

Was können Sie tun, damit genau das nicht passiert? Wie können Sie das Gespräch mit Ärzten so gestalten, dass alle Fragen beantwortet werden? Insbesondere bei schwerwiegenden oder chronischen Erkrankungen ist der Bedarf hoch, so viel wie möglich über die Diagnose und Therapiemöglichkeiten zu erfahren und aktiv mitzuentscheiden.

Es gibt 3 Fragen, die im Gespräch mit Ihrem Behandler am meisten bringen. Welche das sind, erklärt Dr. med. Jens Ulrich Rüffer, Facharzt für Onkologie:

Die 3 Fragen, die für das Gespräch mit dem Arzt am wichtigsten sind:

Welche Möglichkeiten der Therapie habe ich?

Lassen Sie sich alle Optionen erklären, die Sie haben – in manchen Fällen kann dies Abwarten und Beobachten einschließen.

Was sind die Vor- und Nachteile jeder dieser Möglichkeiten?

Welche Vorteile hat eine Option gegenüber einer anderen? Welche Nachteile hat sie, etwa als Nebenwirkungen von Arzneimitteln?

Wie wahrscheinlich ist es, dass diese Vor- und Nachteile bei mir auftreten?

Die Vor- und Nachteile einer Therapie können von vielen Faktoren abhängen, etwa Ihrem Alter oder Lebensstil. Daher ist es wichtig, diese nicht nur zu kennen, sondern auch die Relevanz einschänzen zu können, die diese tatsächlich in Ihrem Leben haben.

Es ergibt also Sinn, den Termin vorzubereiten. Schreiben Sie sich alle Fragen auf, die Sie haben, und nehmen Sie sie mit in die Praxis. Ob zu Ihrer Diagnose, der Therapie oder auch, wo Sie im Anschluss weitere Informationen finden können – stellen Sie alle Fragen, die Ihnen auf dem Herzen liegen.

Auf jeden Fall gilt: Haben Sie Mut, nachzufragen, wenn Sie etwas nicht verstehen. Das braucht Ihnen niemals unangenehm zu sein, da es wichtig ist, dass Sie die Praxis mit einem guten Gefühl verlassen. Sie dürfen sich so viel Zeit lassen, wie Sie brauchen, um alles zu verstehen. Und: Vier Ohren hören mehr als zwei. Sie können eine vertraute Person – die Partnerin, einen Freund, die Schwester – mitnehmen, um sich mit ihnen während des Arztgesprächs zu beraten.

Sollten Sie zu einer neuen (Fach-)Ärztin gehen, bringen Sie am besten die Verpackungen Ihrer Medikamente mit, um Wechselwirkungen mit weiteren Verordnungen auszuschließen.

Nicht zuletzt: Seien Sie ehrlich. Es gibt manchmal Beschwerden, die wir lieber für uns behalten. Sie werden jedoch dann am Besten behandelt, wenn Ihr Gegenüber ein umfassendes Bild Ihrer Situation hat. Erzählen Sie auch, warum es Ihnen vielleicht schwer fällt, sich an die bisherige Therapie zu halten – vielleicht nehmen Sie die morgendlichen Tabletten nicht, weil sie Ihnen auf den Magen schlagen? Gemeinsam mit Ihrer Ärztin können Sie über Alternativen sprechen und eine Lösung finden, die zu Ihrem Leben passt.

TAKEPART Media + Science GmbH setzt gemeinsam mit dem UKSH Kiel ein Innovationsprojekt um, das die gemeinsame Entscheidungsfindung von Arzt und Patient zum Standard werden lassen soll. Mehr zu Share to Care erfahren Sie hier: https://share-to-care.de/