Digitale Gesundheitsinformationen: So funktioniert die Suche im Netz

Bei Fragen rund um die Themen Krankheit und Gesundheit ist das Internet für viele Menschen die erste Anlaufstelle. Nachvollziehbar − schließlich ist „Dr. Google“ rund um die Uhr verfügbar und findet auf so ziemlich alles zehntelsekundenschnell eine diskrete Antwort. Doch bei der Suche nach verlässlichen Quellen ist Vorsicht geboten: Wer gute Entscheidungen anhand digitaler Patienteninformationen treffen möchte, sollte kritisch sein und eine gute Medien- und Gesundheitskompetenz mitbringen.

Wer steckt hinter einer Patienteninformation, und welche Absichten verfolgen die Macher:innen der Seite? Das sind nur zwei Fragen, die sich Nutzer:innen von Gesundheitsinformationsseiten grundsätzlich stellen sollten – ein Blick ins Seitenimpressum gibt Aufschluss und sollte zum Standardvorgehen bei bisher unbekannten Portalen gehören.

Ein weiteres Problem ist die Sprache, mit der medizinische Laien angesprochen werden: In vielen Fällen entspricht die Wortwahl der Informationssender:in nicht der der Empfänger:in. Hilfesuchende mit wenig medizinischen Vorkenntnissen tun sich oftmals schwer, das Gelesene richtig zu verstehen und einzuordnen. Grundsätzlich gilt in den Weiten des World Wide Webs: Es gibt zwar eine Vielzahl niedrigschwelliger und gleichzeitig evidenzbasierte Gesundheitsinformationen − sie zu finden, ist aber gar nicht so einfach.

Und auch mit der Aktualität ist das so eine Sache. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie schnell sich der Stand der Wissenschaft verändern kann. Was heute auf dem Bildschirm erscheint, kann in Wirklichkeit bereits Schnee von gestern sein. Deshalb ist auf seriösen Portalen immer das Datum des letzten Artikel-Updates zu finden.

Seriöse, gute und digitale Gesundheitsinformationen sollten grundsätzlich:

  • auf dem besten derzeit verfügbaren Wissen beruhen
  • nicht interessengebunden sein
  • ein realistisches Bild von Gesundheit und Krankheit vermitteln
  • alle Behandlungsoptionen mit Nutzen- und Schadenwahrscheinlichkeiten darstellen
  • möglichen Nutzen und Schaden vermitteln 
  • Risiken verständlich darstellen 
  • die Finanzierung und potenzielle Interessenkonflikte der Autor:innsen offenlegen 
  • verständlich in Sprache und Darstellung sein

Folgende Portale berücksichtigen diese Qualitätsmerkmale:

Quelle: dngk.de

Das Cologne Center for Ethics, Rights, Economics and Social Sciences of Health (ceres), ein Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität zu Köln, möchte mit den Portalen gesund-im-netz.net und click2health.net eine Leuchtturmfunktion bei der Suche nach verlässlichen digitalen Gesundheitsinformationen übernehmen. Während sich gesund-im-netz an Erwachsene richtet, hat click2health Jugendliche zur Zielgruppe. Nutzer:innen erhalten dort Tipps zur richtigen und souveränen Nutzung von Suchmaschinen sowie Gesundheits-Apps und lernen Arztgespräche sinnvoll vor- und nachzubereiten.

Medical Writing bei TAKEPART – evidenzbasiert und laienverständlich

Wir von TAKEPART Media + Science haben es uns zur Aufgabe gemacht, komplexe medizinische Informationen verständlich zu vermitteln. Unsere Medical-Writing-Abteilung ist verantwortlich für eine Reihe von Gesundheitsinformationen der Barmer Ersatzkasse, beispielsweise für Artikel rund um die Themen Onkologie, Rückenschmerzen, Zahngesundheit und Organspende. Ehe die Artikel im Netz zu finden sind, durchlaufen sie mehrere Qualitätsprüfungen. Dabei wird zum einen darauf geachtet, dass sie evidenzbasiert sind und den neuesten Stand der Wissenschaft wiedergeben, zum anderen stellen wir sicher, dass eine zielgruppenspezifische Sprache verwendet wird, die medizinische Laien gut verstehen. So möchten wir einen Beitrag zur Steigerung der Gesundheitskompetenz in unserer Gesellschaft leisten.

Bild: Pixabay